Stadtradeln

Von 19. Juni bis 9. Juli geht unser Landkreis an den Start und wir wollen als Team „Grüner Antrieb“ kräftig mitradeln.

Dafür brauchen wir euch! Und alle, die ihr noch zum Mitmachen mobilisieren könnt. Wir suchen Radler*innen, die Lust haben, unser Team zu verstärken - über diesen Link   könnt ihr Teammitglied werden.

Das Stadtradeln ist eine weiterentwickelte Kampagne des Klima-Bündnis‘. Mit der Kampagne steht Kommunen eine bewährte und leicht umzusetzende Maßnahme zur Verfügung, um in der Öffentlichkeit für nachhaltige Mobilität aktiv zu werden. Es treten Teams aus Schulklassen, Vereinen, Unternehmen, Kommunalpolitiker*innen und Bürger*innen für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale. Egal ob 5 oder 500 Kilometer - jeder Kilometer ist wertvoll, ist er doch ein Zeichen von uns allen, dass in Sachen Fahrradinfrastruktur noch einiges getan werden muss, auch im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen!


Am 16. Juni um 19:00 Uhr

Karl Bär

In den nächsten 10 Jahren geht es ums Ganze. Das Jahrzehnt 2021–2030 ist entscheidend, um den Klima- und Umweltnotstand auf unserem Planeten zu bekämpfen. Dazu kommt der Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie. All das erfordert Investitionen in Billionenhöhe. Klima retten geht nicht ohne Geld! Der Grüne Zukunftspakt für Europa und Deutschland bedeutet, den Hebel grüner Investitionen für die Energie-, Agrar- und Mobilitätswende zu aktivieren. Ein wichtiges Instrument wird dabei der massive Ausbau von Green Bonds sowie deren Erweiterung um Soziale Bonds sein. Gleichzeitig schlummert in Milliarden Anlagegeldern von Versicherern und Pensionsfonds das Potential, raus aus fossilen Brennstoffen und Atomkraft („Divestment“) und rein in nachhaltige Anlagen zu fließen. Wie finanzieren wir den grünen Zukunftspakt? Sind Green Bonds die Lösung? Wie können wir den Nachhaltigkeits-Begriff messbar und frei von Greenwashing machen?

Diese Fragen besprechen wir am 16. Juni um 19:00 Uhr mit der Grünen Finanz- und Wirtschaftsexpertin Elisabeth Löwenbourg-Brzezinski, Bundestagskandidatin aus unserem Nachbarwahlkreis Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau , unserem Bundestagskandidaten Karl Bär und Dir. Sei dabei!

#GrünerTalk ist unsere Online-Veranstaltungsreihe im Bundeswahlkreis 223 (Bad TölzWolfratshausen–Miesbach), bei der wir corona- und datenschutzkonform via GoToMeeting verschiedene Grüne Themen gemeinsam mit Expert*innen diskutieren. Moderiert wird die Reihe von unserem Bundestagskandidaten Karl Bär.


 

Am 27. Mai um 19:30 Uhr

Karl Bär

Obwohl die Pandemie uns gezeigt hat, wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitssystem gerade in der Krise ist, machen immer wieder solchen Meldungen Schlagzeile:

2020 wurden allein in Deutschland 20 Krankenhäuser geschlossen und auch für dieses Jahr sind zahlreiche weitere Schließungen geplant – und das trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie.

Das betrifft besonders auch den ländlichen Raum und ganz konkret auch uns hier in der Region: In Wolfratshausen könnte die Kreisklinik privatisiert oder massiv verkleinert werden, in Bad Tölz wurde erst vor wenigen Jahren die Geburtshilfe-Station geschlossen. Auch das Kreiskrankenhaus in Agatharied kämpft mit der Finanzierung, Fallpauschalen und Investitionen.

Wie genau aber funktioniert die Krankenhausfinanzierung in Deutschland? Und was muss sich ändern, damit auch in Zukunft eine sichere Versorgung, gerade auch auf dem Land gewährleistet ist?

Diese Fragen besprechen wir am 27. Mai um 19:30 Uhr mit Krankenhausarzt und Bundestagskandidat Johannes Wagner, unserem Bundestagskandidaten Karl Bär und Dir. Sei dabei!

#GrünerTalk ist unsere Online-Veranstaltungsreihe im Bundeswahlkreis 223 (Bad TölzWolfratshausen–Miesbach), bei der wir corona- und datenschutzkonform via GoToMeeting verschiedene Grüne Themen gemeinsam mit Expert*innen diskutieren. Moderiert wird die Reihe von unserem Bundestagskandidaten Karl Bär.


 

Karl Bär

Der dramatische Mangel an Pflegepersonal war mit der Corona Pandemie plötzlich in aller Munde. Reflexartig gab es warme Worte und kleine Gesten. Mit Andreas Krahl, Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege und Abgeordneter im bayerischen Landtag sprechen wir darüber, was es wirklich braucht.

Denn die Pflegeberufe sind die bei weitem größte Gruppe im Gesundheitssystem. Mit dem demografischen Wandel steigt die Zahl derer, die auf Hilfe angewiesen sind. Zudem nehmen der technische Fortschritt und die Digitalisierung rasant an Fahrt auf und der Umgang mit neuen technischen Assistenzsystemen bieten große Chancen.

Um die Pflege zukunftssicher zu gestalten und sie an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten, müssen wir jetzt die richtigen Weichen stellen: Mitspracherechte und Augenhöhe für die Profession Pflege, bessere Arbeitsbedingungen und Ausbildungsbedingungen, eine engere Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe und die Steigerung der Attraktivität aller Berufsbilder der Pflege. 

#GrünerTalk ist unsere Online-Veranstaltungsreihe im Bundeswahlkreis 223 (Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach), bei der wir corona- und datenschutzkonform via GoToMeeting verschiedene Grüne Themen gemeinsam mit Expert*innen diskutieren. Moderiert wird die Reihe von unserem Bundestagskandidaten Karl Bär.


 

Die drei Bewerber bei der digitalen Aufstellungsversammlung Klaus Hanus (oben links), Karl Bär (oben rechts) und Martin Jordan (unten links).
Karl Bär

„Die zentrale Aufgabe für dieses Jahrhundert wird sein, eine lebenswerte Erde zu erhalten“, erklärte Karl Bär in seiner Bewerbungsrede um die Grüne Bundestagsdirektkandidatur für unseren Wahlkreis. Der erste Teil der Aufstellung fand ausschließlich digital statt: die drei Bewerber stellten sich in einer Videokonferenz den rund 140 zugeschalteten Mitgliedern und Gästen vor und beantworteten deren Fragen, ehe – ebenfalls online – die Abstimmung über das Tool „Abstimmungsgrün“ erfolgte. 83% der Stimmen entfielen auf den Miesbacher Kreis- und Holzkirchner Gemeinderat Karl Bär, der damit designierter Direktkandidat für den Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen–Miesbach ist. Offiziell wird seine Nominierung erst durch die parteiinterne Briefwahl, deren Frist am 10. April endet.


 

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Mobilfunk

Nachdem die Corona-Pandemie Deutschlands Versäumnisse bei der Digitalisierung in vielen Bereichen deutlich sichtbar werden ließ, betonen Befürworter*innen die wichtige Rolle dieser Technologie für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt. Gleichzeitig weisen Kritiker*innen auf mögliche Gefahren für die menschliche Gesundheit sowie potentielle Umweltschäden hin. Gerade wegen der Aktualität und Brisanz dieses Themas war es wichtig, dass auch wir als Kreisverband uns damit auf Grundlage wissenschaftlicher Fakten auseinandersetzen. Dazu gab es am 25. Februar 2021 unsere kleine Mitgliederversammlung.

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Diskussion über 5G Mobilfunk mit unseren Referenten Benjamin Adjei, MdL und Sprecher für Digitalisierung, und Jörn Gutbier von Diagnose-Funk e.V.
Grüne Bad Tölz-Wolfratshausen

Bei der Verabschiedung des Grünen Grundsatzprogramms im November 2020 bei der Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) stimmte eine knappe Mehrheit der Delegierten gegen diesen Vorschlag. Aus diesem Anlass stellte Franz Mayer-Schwendner (OV Bad Tölz) bei unserer Mitgliederversammlung am 8. Dezember 2020 den Antrag, dass unser Kreisverband darüber abstimmen soll, ob wir für oder gegen eine Urabstimmung zur Einführung von bundesweiten Volksentscheiden sind. Am Mittwoch, den 27. Januar trafen wir uns  online zu einer kleinen Mitgliederversammlung, um über dieses Thema zu diskutieren und über den Antrag abzustimmen. Zur inhaltlichen Unterstützung  hatten wir zwei sachkundige Referenten zu Gast.

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Politische Diskussion geht auch prima digital
Grüne Bad Tölz-Wolfratshausen

Rufbusse als Revolution der Mobilität auf dem Land?

Pandemie-bedingt digital ausgetauscht haben sich am Montag, 11. Januar, die grünen Mandatsträger*innen aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.
Grüne Bad Tölz-Wolfratshausen

Kommunalpolitischer Start ins neue Jahr, das leider noch immer von der Corona-Pandemie beherrscht wird, im Zeichen der Mobilität: Unter Corona-Bedingungen habe ich mich am 11. Januar mit grünen Mandatsträgerinnen und -trägern aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen getroffen – natürlich konform mit den derzeitigen Regeln, statt „face to face“ „Bildschirm to Bildschirm“. Unser Thema: „Omobi“, das örtliches Rufbussystem aus Murnau.


Als Gäste durften wir die „Omobi“-Macher – die Abkürzung steht übrigens für „Oberland Mobilität“ – begrüßen, Clemens Deyerling und Robert Schotten. Der Murnauer Ortsbus auf Bestellung ist als Ergänzung zum ÖPNV gedacht. Durch das Rufbussystem wird den Benutzer*innen hohe Flexibilität in ihrer Mobilität geboten. Innerhalb eines festgelegten Betriebsgebietes können die Passagiere Startpunkt und Ziel ihrer Fahrt bestimmen. Je nachdem, wer gerade wo zusteigen möchte, plant ein smartes System im Hintergrund die Route des Ortsbusses. Es gibt weder feste Route noch festen Fahrplan. Der Bus fährt nach Bedarf, gesteuert über einen Algorithmus, der die Routen auf Basis des Bedarfs berechnet und die für alle Fahrgäste effizienteste und schnellste Route festlegt. Die beiden Geschäftsführer denken den öffentlichen Nahverkehr auf dem Land neu – und haben ein on-demand-Bussystem vor unserer Haustür geschaffen, das uns alle begeistert.


Und nicht nur uns. Wie Schotten und Deyerling erzählten, spricht der Rufbus in Murnau Menschen quer durch die verschiedenen Altersstufen an. Eltern, die ihre Kinder mit dem Bus zum Fußballtraining schicken, Schüler*innen, die schnell zur Mittagspause ins Zentrum wollen, ebenso wie Senior*innen oder Tourist*innen, die den Bus als Ergänzung nach der Anreise mit dem öffentlichen Verkehr nutzen.  Das eigene Auto wird im Bestfall stehen gelassen, stattdessen der Rufbus genutzt. Abgasemissionen werden eingespart, es herrscht weniger Gedränge auf den Straßen, Menschen kommen ins Gespräch, die flexible Routenplanung und die mehr als 200 verschiedenen Abhol- und Haltemöglichkeiten bieten den Nutzer*innen hohe Flexibilität.


Was die Fahrgäste brauchen, um den Bus nutzen zu können? Handy oder Telefon. Eine Fahrt lässt sich über die kostenlose Ortsbus-App oder einfach per Anruf buchen. Pro Fahrt zahlen die Gäste zwei Euro, länger als zehn Minuten warten die Mitfahrer*innen laut Deyerling und Schotten selten auf den Bus.


Ist das die Revolution für den Nahverkehr auf dem Land? Ist dieses System auch auf Kommunen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen zu übertragen? Wenn ja, wie? Welche Schwierigkeiten können auftreten und worauf ist bei der Planung zu achten? Über diese und viele weitere Fragen konnten wir mit den Omobi-Machern sprechen und kamen zum Schluss: Ein örtlicher Rufbus kann als attraktive Ergänzung zum Linienverkehr mehr Menschen auf dem Land dazu bewegen, ihr Auto stehen zu lassen oder vielleicht sogar ganz auf eine (Zweit-)Auto zu verzichten. Die hohe Flexibilität und die Einfachheit der Nutzung macht den Rufbus attraktiv für Menschen jeder Altersstufe. Ein Konzept, über das es sich lohnt nachzudenken! Und möglicherweise Zukunftsmusik auch für Kommunen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Beitrag: Hans Urban, MdL


 

Grüne Bad Tölz-Wolfratshausen

“Ist es zukunftsweisend und verbindlich?” Diese Frage stellten wir uns bei dem kürzlich verabschiedeten bayerischen Klimaschutzgesetz sofort. In unserer ersten virtuellen “Grünen Stunde” diskutierten wir mit vier Expert:innen, darüber, was konkret in dem Gesetz steht und was das für unseren Landkreis bedeutet. Auf dem virtuellen Podium nahmen Martin Stümpfig, MdL, energie- und klimapolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Hans Urban, MdL, jagd- und forstpolitischer Sprecher aus unserem Landkreis, Christine Mair, Kreisrätin und Bio-Landwirtin und Klaus Koch, Dritter Landrat und Sprecher der Kreistagsfraktion Platz.

Unsere Kreissprecherin Jovana von Beckerath moderierte die Veranstaltung. Zu Beginn erklärte sie kurz den Ablauf der virtuellen Diskussionsrunde, an der sich die Teilnehmenden mit ihren Fragen und Kommentaren im Chat rege beteiligten. Der “Testballon”, wie Jovana sagte, glückte gut. Über 30 interessierte Zuhörende schalteten sich zur “Grünen Stunde” dazu - ein Format, das wir wiederholen und weiterentwickeln möchten.

Die Klimakrise erfordert konkrete und sofortige Maßnahmen, darin sind sich die Grünen einig. Im neuen Klimagesetz, so Martin Stümpfig, steht nur “kann und soll”. Damit sind die Forderungen nicht verbindlich und “die Einklagung vom Klimaschutz wird von vorneherein ausgeschlossen”. Das bedeutet, dass der Freistaat auch nur bedingt an den Kosten für Klimaschutzmaßnahmen beteiligt ist. Martin betont: “wir müssen die Kommunen mit ins Boot nehmen”.

“Wenn’s bei uns vier Grad wärmer wird, dann haben wir keinen Wald mehr”, so drastisch stellt Hans Urban die Konsequenzen der Erderwärmung für unsere Wälder da. Für den Wald sei aktiver Klimaschutz besonders wichtig, da “ein Temperaturanstieg lange Trockenperioden und Durststrecken bedeutet”. Im Klimagesetz stehe zwar, dass der bayerische Staatswald zum “Klimawald der Zukunft” werden soll, aber die geplante Pflanzung von zusätzlich einer Million neuen Bäumen pro Jahr reicht bei weitem nicht aus.

Christine Mair bringt die Perspektive der Landwirtschaft ein. Auch hier sind die Maßnahmen eindeutig nicht verbindlich genug. Die Landwirtschaft könnte zum Beispiel durch nachhaltig betriebene Biogasanlagen und das wieder beleben von Landschaften einen großen Anteil zum Klimaschutz beitragen. Dafür brauche es zum einen klare Vorgaben von oben, aber auch “faire Preise für die Landwirte”, meint Christine.

Ein weiteres wichtiges Thema im Zusammenhang mit Klimaschutz vor Ort ist die Umsetzung der Verkehrswende. Klaus Koch erklärt, dass auch hierfür dringend gesetzliche Vorgaben nötig sind, um den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zu ermöglichen. Es fehlt an finanziellen Mitteln. “Der Gesetzgeber lässt die Kommunen restlos im Regen stehen”, sagt Klaus.

Das klingt jetzt alles vielleicht ziemlich pessimistisch, aber wir können auch ohne gesetzliche Vorgaben etwas tun. So regt Martin an, in den kommunalen Gremien “jedes Quartal einen Klimaschutzantrag” zu stellen und erzählt, dass bereits viel getan wurde. Aus dem Chat kommen Anregungen zur bewussteren, klimafreundlichen Ernährung und die Volksbegehren zu Klimaschutzthemen. Jovana fasst zusammen: “Ja, das Gesetz ist enttäuschend. Aber wir bleiben dran!”

Beitrag: Teresa Wimmer (Schriftführerin)

Viele interessierte Zuhörer*innen bei unserer ersten Grünen Stunde
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